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Ehrenkollegium - Text aus Chronik 1998

«Es sei vor allem eine enge Kameradschaft unter den Ehrenmitgliedern und den Trägern der Goldenen Ehrennadel anzustreben und diese eng mit dem Stadtturnverein Bern zu verbinden.»

Dies die erste Formulierung des Zwecks und der Ziele bei der Gründung des Ehrenkollegiums im STB. Das bedeutet für die Verantwortlichen: Freundschaften festigen, Traditionen aufrecht erhalten, zwischenmenschliche Beziehungen und Kontakte pflegen.

Angestrebt wurde zudem, dass die im STB für ihre überaus grossen Leistungen geehrten Mitglieder einen grösseren Stellenwert erhalten, und dass da zusätzlich von einem bereits vorhandenen und gewachsenen «geistigen Potenzial» geschöpft werden kann. Mitglied im Ehrenkollegium werden alle Ehrenmitglieder, die Trägerinnen und Träger der Goldenen Ehrennadel für besondere Verdienste und für 50 Jahre Mitgliedschaft. Es gilt also, mit der Unterstützung aus dem Ehrenkollegium und dem Wissen seiner Mitglieder in der Vereinsleitung zukunftsorientiert zu handeln und entsprechende Weichenstellungen vorzunehmen. Der STB-Vorstand darf jederzeit auf die Hilfe und Unterstützung aus dem Ehrenkollegium zählen!

Die gelebte Kameradschaft zeigt sich dann dort, wo jährlich zweimal an Treffen oder Ausflügen und an der Hauptversammlung Kontakte wiedergeknüpft, gefestigt und genossen werden. Dabei ist fröhliche und gelöste Stimmung schon längst Tradition geworden.

A propos Tradition. Es geht natürlich im Ehrenkollegium auch darum, Traditionen nicht verloren gehen zu lassen und weiterhin für die Zukunft aufrecht zu erhalten. Traditionen = alte Zöpfe? Bestimmt nicht!

Das Erhalten von Traditionen bedeutet die Weitervermittlung von für wertvoll gehaltenem Kulturgut und von moralischen Prinzipien. So gesehen, haben die an der Gründungsversammlung des Ehrenkollegiums am 15. August 1985 im Hotel Bern anwesenden 62 Personen ein Versprechen abgegeben. Das Versprechen nämlich, dem Stadtturnverein Bern im Gedeihen und in der Entwicklung zu helfen und ihm allezeit jedmögliche Unterstützung zu bieten.

Denn nicht wahr: «Wir müssen nicht klagen, dass alles vergänglich sei.
Das Vergänglichste, wenn es uns wahrhaft berührt, weckt in uns Unvergängliches.» (Hebbel, Tagebücher 1839)